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Donnerstag, 24. Juli 2008

Conanohnepunktundkomma

"Zach, Du solltest mal was über AoC schreiben."

Nö!
  1. Ich hab' nicht den Rechner dafür.
  2. Ich will Momentan nicht wirklich an diesen Zeitfresser heran.
  3. Ich denke nicht, dass mich das Conan-Universum wirklich reizt.
  4. Ich hab' nicht den Rechner dafür.
  5. Ich würde 'eh nicht über die Charakter-Erschaffung hinaus kommen, bei den ganzen Reglern.
  6. Ich hab' nicht den Rechner dafür.
  7. Es meckern doch 'eh schon alle darüber, deshalb will ich nicht auch noch in die Kerbe schlagen.
  8. Habe ich schon erwähnt, dass mein PC dafür nicht ausreicht?
...und außerdem gibt es Leute, die weit besser über Spiele herziehen können als ich:



Zero Punctuation

...allerdings hatte "Yahtzee" auch schon bessere.

Montag, 28. April 2008

Electrosluts Extraordinaire, Coke Zero und was das mit der RPC zu tun hat

Nein ihr Schweine! Das ist ein Tatsachenbericht von der RPC, den ich lieber schnell herunter schreibe, bevor die Erinnerungen verblassen.
Ich selbst war in Rahmen der Allimania-Live Lesung dort.
Auf der Allvatar-Bühne.
Ich schreib nämlich den Kram.
Und ja, in der nächsten Zeit kommen wieder mehr Blogs.

Ja Münster.
Weltmetropole und ein Ort, an dem die Wahrscheinlichkeit sich die Kühlerhaube mit einem Fahrradfahrer zu verschönern ungefähr dreimal so hoch ist, wie in jeder anderen deutschen Stadt. „Nur wie hinkommen?“ Die Frage stellte sich mir am Samstagabend.
Prinzipiell bin ich ja lauffaul, allerdings habe ich eine dezente Abneigung gegen Autobahnen und dazu kommt noch eine nicht-ganz-so-dezente Geldgier, welche sich mit den immer weiter ansteigenden Spritpreisen als Selbsterhaltungszweck in mein Verhaltensmuster eingebrannt hat.

Statt eines von zwei recht ausschweifenden „L“ ’s über diverse Schnellstraßen zu fahren entschied ich mich also für eine gewagte Fahrt durch Weltmetropolen wie:
Klieve, Schmerleke, Horn, Wiggeringhausen, Bettinghausen, Ostinghausen, Hovestadt
und Vorhelm, dessen Name vermutlich nicht nur mich entfernt an Verhütungsmittel erinnert.

Wie auch immer: 25km weniger waren schon ein Wort.
Mit mir trug ich übrigens meinen treuen iPod, wo ich am Abend vorher noch die Titel einer Electro-Compilation überführt habe, darunter auch ein sehr eingehender Titel namens „Electrosluts Extraordinaire“ was neben „Supermassive Gravity“, der zweitbeste Titel auf dem Album ist. Letzteren habe ich mindestens sechs bis acht Mal gehört, aber im Ernst, wer liest schon einen Blogpost der mit „Supermassive Gravity“ anfängt?

So traurig es ist, und so gerne ich von einem schrumpeligen Münsterländer Bauern erzählen würde der mir Wegweisungen wie: „Beier alten Eiche Rechts ab wo der Eugen seine Renate zum ersten mal geküsst hat.“

oder

„Wennse am Zaum vonne Bauer Randers vorbeikomm’n, der hat da so auffen dritten Zaunpfahl ‚nen weißen Farbfleck, dann könnse da rechts ab… Da fahnse abba nicht rechts ab sondern weita gerade aus, zum Hof von unsern Gertrud, wo se links abkönn’ , aber da fahn’ se auch nich’ rein weil, da würden se ja zum Hof vom alten Kurt komm’ wo … Hey? Wo fahren Se denn hin? Ich hab Ihn’ doch gannich gesacht wo man hier ganz toll essen kann!“

gegeben hat …ich habe mich nicht einmal verfahren.
Ich war sogar 15 Minuten früher da als ich musste.
Scheiß Leben.

Nachdem ich in einer recht unspektakulären Weise meinen Parkplatz gesucht und sehr nah an der Halle gefunden habe, bin ich am Haupteingang – übrigens wohl auch der einzige Eingang – solange auf und ab gegangen, bis ich dann endlich Steve erkannte… der ohne seine hochgegelte Frisur irgendwie nur halb so sehr auffällt. Trotzdem schien ich fast der Letzte zu sein, denn Chosi (Arthas) war schon da und Jonas (Ronnie) und die Sissi (Uschi) bereits in der Halle. Es trudelten noch Heinz (Illidan) und dann auch Bodie (Medivh) ein. Irgendwer meinte noch „Das isser.“, als eine Mischung aus Zauberer, Rubeus Hagrid und dem Weihnachtsmann auf uns zukam, die sich zweifelsohne in seinem Outfit zu Tode schwitzen musste. Wir alle etwas stutzten, bis irgendwer weiteres schließlich meinte: „Das ist wirklich Bodie.“ und er war es auch.
„Wie jetzt, sagt nicht ich bin der Einzige der Verkleidet gekommen ist?
“ meinte er nur und ich unterdrückte das Verlagen: „Wieso denn? Du bist für uns alle zusammen verkleidet.“ zu sagen. Dafür war das Outfit einfach zu geil.

Wir gingen, mehr oder minder direkt, in den Innenhof und hatten noch ein wenig Zeit über Themen die ich mal als „Dütt-und-Dat“ bezeichnen will zu schnacken und die Texte noch mal zu sichten, bevor alle dann zum Allvatar-Stand gingen, verkabelt wurden und auf die Bühne mussten. Den Videomitschnitt gibt es (edit: hoffentlich bald) bei allvatar.com – wobei natürlich das Script wieder etwas anders angekommen ist, als ich und Steve uns vorgestellt hatten – aber nicht schlecht. Ich hatte - mal wieder - Probleme mit dem Ton, so dass ich immer wenn ich etwas sagen wollte, das Headset hochbiegen musste… dabei war es nicht weiter vom Mund weg als bei den anderen. Vermutlich hab ich einfach Gremlins die immer dann zuschlagen wenn’s wirklich wichtig ist. Übrigens: dieses scheiss Drahtgestell von Headset verursacht bei einem Schädel wie mir fast Instant-Kopfschmerzen, aber was tut man nicht alles für eine gelungene Selbstdarstellung? Ich selbst gebe mir übrigens Abzüge in der Haltungsnote, vermutlich solle ich mal das ‚lässige Sitzen vor der Kamera’ üben.

Als das Ganze dann vorbei wahr, sind Heinz (Illidan) und ich – als größte Rollenspiel-Nerds in der Gruppe - einfach mal durch die Hallen gegangen, während Steve die WoW-Nacht machte und haben uns alles einmal angesehen. Wobei Heinz zwar ein wirklich, wirklich netter Kerl ist, er sich aber scheinbar sehr leicht ablenken lässt. Der Eindruck kam mir nicht nur einmal, als wir durch den Larp-Teil der Con schlenderten und er mit Sätzen, die man am besten als „Ui Schick, was ist denn das?“ umschreiben kann, mitten aus dem Gespräch mit mir, von irgendeinem Stand in einem 5 Meter Radius um uns herum, abgelenkt wurde. Daraufhin war er erstmal minutenlang mit den Verkäufern in tiefer gehende Diskussionen über LARP-Bedarf (*) verstrickt, zu denen ich allenfalls genickt und gegrinst habe um nicht sagen zu müssen: „Jaaa…. Ich verstehe hiervon etwa so viel wie von der Pferdezucht.“ Aber verständlich, wo sonst findet man so viel LARP-Bedarf auf einem Fleck?

(*) „Live Action Roleplay“ - oder wie ein Jäger sagt, den ich kenne: „Die Spinner die im unteren Sauerland in Rüstung durch die Wiesen hüpfen.“

Das einzige Mal, als ich dann nicht ganz ernst gemeint meinte: „Mhh, ich hätte jetzt fast erwartet das diese Gummi-Feuerbälle beim zusammendrücken quietschen.“ kam ich mir kurz darauf so blöd vor, dass ich in Folge nur noch vorzog einfach alles mit meinen Pfoten anzugrabbeln und hochzuheben, was ich durfte. Grundsätzlich habe ich dazu auch alles einmal angegrabbelt, bevor ich das dezente „UM HIMMELS WILLEN BLOß NICHT ANFASSEN“-Schild gesehen habe. Nebenbei: Ich überlege ernsthaft mich auf einem Larp als Zombie-NPC anzumelden, einfach nur … weil’s irgendwie cool ist.

Die RPC selbst ist als Ganzes… ich sage es mal so, was ich Sonntag gesehen habe rechtfertigt irgendwie nicht den Eintritt. ( Außer eine Allimania-Livelesung natürlich! ) Alles was man sieht ist eine große Verkaufsmesse mit einigen präsentierenden Ständen. Das einzig bemerkenswerte die große Anzahl von „LARP-Bedarfs-Händlern“, ansonsten gibt es noch die üblichen Händler für Figuren, Schnickschnack, Rollenspielkram und andere Bücher. Es gibt einen Bereich in dem MMOs und Tradingcardgames vorgestellt werden, ein etwas größerer Bereich wo sich PnP-Spieler und Tabletopler austoben können (der am Sonntag recht leeeer war) und draußen ein Mittelaltermarkt. Zu gewinnen gibt’s nichts, aber vermutlich war ich auch einfach etwas zu spät dran um einen AoC-Betakey abzugreifen.

Grundsätzlich wird man da von allen Seiten mit Reizen bombardiert. Sei es nun eine Frau die eine Verkleidung hat, die eher so aussieht als würde sie für einen Mittelalter-Reizwäsche-Katalog posieren wollen, Succubus-Figuren, Sith-Lords, Stormtrooper, Möchtegern-Aragorns, Ritter, Paladine, Gummi-Orkäxte in den Händen von Orks mit Gummimasken, Lederrüstungen, riesige Screens mit neuen MMOs drauf, Coke Zero, Klappspaten die mit Gummiwaffen auf sich einprügeln und irgendeinen Vollpfosten, der seine ‚Freundin’ mit Maulkorb an einer Kette auf dem Gelände herumführt wie einen Hund und ihr Befehle wie „Sitz!“ , „Platz!“ und „Sei still!“ gibt… kein Scherz, als Bodie, Chosi und ich später noch mal auf dem Mittelaltermarkt an den Beiden vorbeiliefen, musste sie in der Ecke ‚Sitz’ machen während er … nun einfach weiter Scheisse in seinem Outfit aussehen konnte. Aber vielleicht war der Maulkorb ganz gut so und sie hat nicht nur einen Hintern wie ein Pferd.

Eindrücke die sich mir noch aufdrängten in Punkto: „Andere MMO Seiten und Zeug“ war, dass der Gamona-Stand gegenüber dem Allvatar wohl 90 Prozent der Zeit für Hörstürze gesorgt haben muss, dass am AoC-Stand entweder die Belegschaft alleine für sich dass Game zockte (oder ein Spinner mit Staff-T-Shirt der so tat, als wäre er wichtig), der Buffed-Fanartikel-Verkaufsstand deutlich größer war als der eigentliche Buffed-Stand auf dem die Shows liefen, jede Person die ein „Schwarzes Buffed-Shirt“ trug nicht älter als 15 war und das es tatsächlich Vollzeitloser gibt, die auf der RPC Eintritt zahlen, nur um dann die Sunwell-Tagesquests auf einem der dort aufgestellten Rechner zu zocken… das ist glaube ich noch eine Schublade tiefer als die Baggy Pants-Kiddies die zur Mittagszeit im Karstadt ihre Jugend vor der PS3 vergeuden.

Später sind Chosi, Bodie und ich noch mal über die Con und durch Münster gelatscht und haben dann erfolgreich ein Subway’s ausgemacht und uns recht gut unterhalten und rumgeblödelt. Wir kamen dabei an einer offenen Tür vorbei auf der „HdW“ stand. Chosi meinte, dass „HdW“ „Höhlen des Wehklagens“ bedeutete…. Selbiges Gebäude entpuppte sich als Außenstelle des Sozialamtes, was meiner Meinung nach das mit dem Wehklagen gar nicht so unwahrscheinlich klingen lässt. Der Kerl im Rollstuhl der drinnen saß fand das nicht ganz so lustig….

Ach so, richtig. „Coke Zero.“ Nachdem Bodie, Chosi und ich das erste Mal die Halle verlassen haben, um Bodies Kostüm wegzubringen bekamen wir von einer Coca-Cola Werbeaktion eine 0,2er Coke Zero in die Hand gedrückt…. Und da uns nach fünf Minuten keine von den Frauen wiedererkannte, gab es beim hineingehen wieder eine. Insgesamt habe ich, glaube ich, so einen Liter Cola oder mehr gesoffen.
Ich war zu hause noch nie so schnell vom Parkplatz im Haus und dann auf dem Klo.

(Edit: Erinnert mich, dass ich nie wieder poste ohne das Ganze nochmal vorher durchzulesen. )

Dienstag, 26. Februar 2008

WoW-RPBDSM

Es gibt glaube ich kein anderes Thema, über dass ich so viele kleine 'Unnettigkeiten' vom Stapel lassen kann, wie über "die selbsternannten Hüter des Rollenspiels" in WoW. Und da ich zum Thema 'Rollenspiel in WoW' mich neulich wieder in eine Forendiskussion verwickeln lassen habe…

Dazu sei gesagt, ich selbst bin ein Rollenspieler, aber keiner dieser WoW-Rollenspieler, sondern einer von denen die enthusiastisch das so genannte PnP (siehe unten) betreiben... und das seit gut 10 Jahren. Ich gestehe mir von daher ein wenig Überblick in die Untiefen des Rollenspieles und der Charakterdarstellung zu.

Leider komme ich nicht umhin, für die etwas Unbefangenen unter uns, einen minimalistischen Abriss zu geben, warum sich nun auf dedizierten RP-PvE und RP-PvP-Servern sich Leute tummeln, welche sich im /say und /e 'Ihrzen' und 'Euchzen', reden wie ‚Prinz Eisenherz sein Onkel’ und in Darnassus, mit einem eisernen Durchhaltevermögen, mehrmals den Weg vom AH bis zur Bank gehen und auch wieder zurück.

Kleiner Exkurs:
Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts stieg Gary Gygax zusammen mit dem ersten Pen und Paper Rollenspiel (PnP) Regelwerk aus dem Rollenspiel-Urschleim hinauf in die Welt der Sterblichen. Dieser nette Schwung Regeln hatte die Idee zu Grunde, dass in einer erlauchten Runde von drei bis acht Nerds (positive Wortbedeutung), sich ein Nerd als Spielleiter eine in einer Fantasywelt eine Geschichte dazu ausdachte, in der die anderen Nerds als Helden interagieren konnten. Hier zu erschaffte sich jeder Helden-Nerd einen Charakter, wie Dieb, Magier, Krieger etc. und notierte Werte wie Geschicklichkeit, Intelligenz und Stärke auf einem Zettel auch Charakterbogen genannt. Der Spielleiter übernahm Monster oder verkörperte Personen (NPCs) mit denen die Helden agieren konnten, aber nicht mussten. Mit den Werten in den Charakterbögen wurde dann gewürfelt und so zum Teil dem Zufall überlassen, wie gut man nun ein einzelnes Schloss knacken, ein Schwert schwingen oder einen Feuerball werfen konnte.

Danach wurde diese Idee von vielen anderen Leuten übernommen, die bis heute nach und nach verschiedenste Regelwerke herausbrachten und noch bringen, wie zum Beispiel:

DSA
(für Regelfetischisten - in DSA 3.0 haben selbst Hamster einen Kampfwert),

Vampire: The Masquerade
(für Goths - im Endeffekt geht die Welt so oder so unter),

Shadowrun
(für Amokläufer - so oder so endet es darin, dass immer irgendwas schief geht)


oder Rolemaster
(für Mathematikprofessoren… und dem Erfinder von Excel)
.

Der wirkliche Reiz bei all diesen Spielen liegt nicht darin, dass man Werte hat, Monster kloppt, seine Erfahrung und den Loot einstreicht - nur um am Ende herauszufinden, dass die Prinzessin doch in 'another castle' ist -, sondern dass man tatsächlich einen Charakter verkörpern kann mit all seinen Zielen, Macken, Stärken, Problemen und Ängsten. So führt es gleich zu komplexeren Problemen, wenn die Helden eine Burgmauer erklimmen müssen, aber der Zwerg eine derart panische Höhenangst hat, dass er sich eigentlich schon auf der zweiten Treppenstufe am Geländer festklammert...

Irgendwann kam man natürlich auch auf die Idee, das Konzept: "Mein Charakter hat Werte, bekommt durch 'Zeug' Erfahrung und wenn er mit dieser Erfahrung zum nächsten Level aufsteigt kann er diese Werte auch verbessern." mehr oder weniger komplex in Computerspiele zu übertragen.

Das Problem was sich bei Rollenspielen am PC ergibt, ist dass diese einen festen Handlungsrahmen oder feste Handlungsoptionen vorgeben, aus dem man nicht ausbrechen kann. Man hat auch keine Möglichkeit gewisse Charakterzüge 'auszuleben' oder alternative Lösungswege zu suchen. Wann man im PC Spiel zum Beispiel die Aufmerksamkeit eines guten Gottes erlangen will und man laut Questgeber dazu ein gewisses Ritual durchführen muss... bestünde beim PnP durchaus die Möglichkeit einfach den Zwerg an den Altar des bewussten Gottes pinkeln zu lassen… denn wenn’s dann blitzt und der Zwerg raucht, darf man sich der Aufmerksamkeit sicher sein. (Wer brauch schon Zwerge...?)
Ende des Exkurses.

Wir bemerken bereits leichte Ansätze warum, meiner Meinung nach, Rollenspiel in WoW nicht so wirklich das Wahre sein kann, richtig? Schaut man sich WoW an, muss man einsehen dass die Welt... viel zu 'statisch' ist um dort etwas mit den eigenen Aktionen zu verändern. Schließlich muss ja der Mob XY für den Rest der Welt respawnen, weil sonst nur einer das Quest erledigen könnte und alle anderen dumm dastehen...

Praktisches Beispiel:
...da stehe also mit meiner Hexe in Stormwind, reite vom Magierviertel wie eine besengte Sau zum AH um mir einige Kräuter vor dem Raid zu besorgen. Da ich natürlich nicht durch irgendeine RP-Unterhaltung preschen will, steige ich vorher ab bevor ich ins Handelsviertel laufe... trotzdem spricht mich ein Spieler an der genau so gekleidet ist wie die NPC Stadtwache.

"Reiten und Laufen sind in der Stadt verboten."

Stormwind ist eigentlich eine Stadt die, je nachdem wo man nachliest, entweder 200.000 oder 2 Millionen Einwohner hat... und was macht man in einer Stadt in der es keinen öffentlichen Nahverkehr hat? Richtig.

"Warum ist es verboten?"

"Es ist zu gefährlich."


Ich stehe also vor einem selbst ernannten RP-Polizisten und frage mich wer überhaupt den Unsinn in die Welt gesetzt hat, dass man in einer Stadt nicht rennen oder reiten darf. Vor allem, wer hat diese Person bitte zur Stadtwache erhoben? Der 5 Jährige König wird vermutlich auch nicht viel mehr zu sagen gehabt haben als sonst… nun zumindest macht sich wer die Mühe so zu tun als ob, also spielt man mit – man will ja kein Spielverderber sein. Aber dann…

(( OOC: Ich übersehe mal dass du eine Hexe bist. ))

Richtig HEXER!
Die aller Bösesten der Bösesten.
Individuen die von der Gesellschaft verachtet werden, Kreaturen im Untergrund leben müssen, damit sie nicht auffallen um jeden Paladin einen riesigen Bogen machen sollten und zu allem Überfluss in der Kathedrale von Stormwind mit einem fröhlichen: "HALLO HEXENMEISTER! WiLLKOMMEN IN DER KATHEDRALE DES LICHTS, GENIESST EUREN AUFENTHALT!" vom Kerl am Eingang begrüßt werden.

Praktische Kritik:
Von mir aus kann jeder mit seiner Zeit anfangen was er möchte, solange er anderen nicht auf den Senkel geht… Allerdings, mir vorzuschreiben wie ich Rollenspiel zu verstehen habe, gehört dazu. Darüber hinaus ist es immer wieder erstaunlich wie viele von diesen 'Hardcore Rollenspieler' aus den Untiefen eines Forums 'aufploppen' wenn man Kritik gegen sie äußert:

"Also dein Engagement in allen Ehren, aber meinst du nicht, dass es doch irgendwie Zeitverschwendung ist, in der Kathedrale am Altar ein Gebet zu tippen, wenn kein anderer Spieler da ist um es zu lesen? Das ist in meinen Augen genau so Non-Sense, wie überall hinzugehen... wenn eh keiner auf dem Weg ist, den du dann im Rollenspiel 'anspielen' könntest?"

Auf einmal ist man umzingelt.
Man hört von allen Seiten, dass es um 'Atmosphäre' ginge und 'richtiges Rollenspiel' und man selber würde sich allein durch diese Frage selbst disqualifizieren. Und was ist bitteschön 'richtiges Rollenspiel'? Es genau so zu machen wie diejenigen, die im Forum am lautesten blöken und welche von sich behaupten richtige 'Hardcore Rollenspieler' zu sein? Geiler Ausdruck wie ich finde… dann bin ich also in diesem Fall wohl entweder ein Softcore-Rollenspieler oder ein Rollenspieler mit weniger als 160 BPM (BadassEmotes-Per-Minute).

Auf Nachfrage haben dann allerdings 90% dieser 'Hardcore Rollenspieler' entweder gar nicht, oder vielleicht einen Abend im Leben an einem PnP-Rollenspiel teilgenommen - halten sich aber selber für die Verteidiger des Rollenspieles in WoW. Jeder der es mit dem Rollenspiel nicht absolut genau so hält wie sie, ist pauschal eh ein 'OOCler' und soll doch gefälligst zu den anderen in diese wirklich große 'OOCler und RP-Zerstörer'-Schublade springen, damit er auch ja nie wieder die hart erarbeitete 'Atmosphäre' zerstört.
Feindbild, ahoi!

Ich weiß nicht, wenn ich mir alleine Atmosphäre schaffen möchte, mache ich dieses entweder indem ich meine Wohnung umdekoriere ... oder es hat etwas mit Handcreme zu tun. *räusper* Genau so halte ich aber auch die Tatsache, dass man alleine im Wald vor sich hinemotet für virtuelle Selbstbefriedigung. Mag ja sein das manch einer daran Spass hat allein vor sich hin zu tippen und stören tut es mich auch nicht... nur zusammen macht es immer mehr Spaß.

Darüberhinaus frage ich mich, wenn man schon so Konsequent ist immer und überall in der Rolle zu sein und jede Kleinigkeit in sein eigenes Rollenspiel einbinden muss, warum ist man dann nicht auch so konsequent und fällt vor dem großen und unsterblichen Gott "Hogger", spätestens nach dem 10ten Respawn auf die Knie und erkennt seine Machtlosigkeit ihn zu töten?

In diesem Sinne wünsche ich schönes RP, wo auch immer.